Rückblick 2007: Top 5 des Jahres (Thomas)

Veröffentlicht auf von Thomas Euler

1. Huss & Hodn - Jetzt Schämst Du Dich!

Mit wunderbaren Lines wie "Ein Gangsterrapper ist kein Gangster oder ist ein Müllmann Müll?" oder "etwas Schwul wieviel Schmuck du trägst, aber schön" und Beats mit dem Flavor der 90er, die dennoch nicht veraltet wirken legten Kurt Hustle und Hulk Hodn für mich das Highlight des HipHop-Jahres 2007 hin.

2. K.I.Z. - Hahnenkampf

Das Punchlinefeuerwerk schlechthin. Mit rabenschwarzem Humor, teils ins Groteske übersteigert ("70 Männer in ihr drin / ein Trojanisches Pferd") konnte sich die Berliner Crew einmal mehr in mein Herz spielen. Beats die sich wie gewohnt überall referenziell bedienen und hintergründig sozialkritische Lines ("Wir haben harten Sex, Kanacken Style / und danach nehm ich ihr die Arbeit weg") ohne Zeigefingermentalität tun ihr Übriges zum runden Gesamteindruck.

3. Redman - Red Gone Wild Thee Album

Die Erwartungen waren hoch - nach sechs Jahren wieder ein Album vom Redman, zumal das Album seit 2004 immer wieder verschoben wurde. Doch das Warten hat sich gelohnt. Zwar sind nicht ausnahmslos alle Tracks auf dem Album die Bombe (z.B. das eher nervige "Freestyle Freestyle"), doch als Gesamtwerk ist es ein rundes Ding mit leichtem Retrohauch.

4. Germany - Die Stunde der Wahrheit

Zum Zeitpunkt seines Soloalbumdebuts war Germany schon längst kein Unbekannter mehr,  Klan und den Werken mit seinem Sparringpartner Reno sei Dank. Das Album, das er im November dann dropte, überraschte mich dann jedoch ein wenig. Hatte man vielleicht mit einem punchlinelastigen Werk gerechnet, bekam man stattdessen weitestgehend ein Conscious-Album auf die Ohren. Und zwar ein durch und durch gelungenes, musikalisch wie textlich. Besonders erwähnen will ich auch die herzerwärmenden Skits, die Germanys Stiefvater eingesprochen hat und in denen er mit englischem Akzent über das Leben philosophiert.

5. Creme Fresh - Hast Du Feuer?

Die Münchner Crew zählt zu meinen persönlichen Neuentdeckungen des Jahres '07. Mit kreativen Beats, tollem Storytelling und einem Track (Public Relations), der mich nochmal erinnerte, wie sensibel ich in meinem Berufsfeld mit dem großen Wort "Wahrheit" umgehen muss, legten Sie mit Hast Du Feuer? ein Album hin, dass auf meinem MP3-Player auf Heavy Rotations ging.

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